Kamerabasierte Branderkennung

CamGuard AI überwacht die Kameras, die in Ihrem Gebäude bereits installiert sind, und erkennt Flammen und Rauch. Es wartet nicht darauf, dass Rauch einen Sensor erreicht. Es alarmiert Sie Sekunden nachdem die Kamera es sieht.

Das Problem: Brände werden zu spät bemerkt

Herkömmliche Branderkennung wartet darauf, dass Rauch aufsteigt und einen Sensor physisch erreicht. Das klappt in einem geschlossenen Raum mit niedriger Decke und ruhiger Luft. Die Bereiche mit echtem Risiko sehen selten so aus:

  • In Hallen mit hohen Decken ist das Feuer längst gewachsen, bis Rauch den Sensor erreicht.
  • Auf Freiflächen, Lagerplätzen und Baustellen verteilt sich Rauch, Melder lösen nie aus.
  • In Gewächshäusern, Höfen und Hangars machen Feuchte und Staub Sensoren unzuverlässig.
  • Nachts und am Wochenende ist auch niemand vor Ort, der das Feuer sehen könnte.

Dabei haben die meisten Anlagen bereits Dutzende Kameras, die genau auf diese Bereiche zeigen. Es fehlt nur etwas, das sie rund um die Uhr beobachtet.

Die Lösung: die KI sieht, was die Kamera sieht

CamGuard AI analysiert Ihre Live-Kamerastreams auf einem GPU-Server im Gebäude. Erscheinen Flammen oder Rauch, werden sie innerhalb von Millisekunden markiert. Prüfschichten entscheiden dann, ob es wirklich ein Feuer ist.

Eine bewusste Entscheidung: Ihr Livebild verlässt den Standort nie. Die Analyse läuft lokal, und nur bestätigte Alarme senden ein Beweisbild und einen Ereignisdatensatz an das zentrale Portal. Das schont Ihre Bandbreite und hält ausgehende Daten minimal.

So funktioniert die Branderkennung Schritt für Schritt

1. Laufende Bildanalyse

Ein Objekterkennungsmodell scannt jeden Kamerastream Bild für Bild, trainiert auf Flammen und Rauch. Es bewertet Farbe, Form, Textur und Bewegung zusammen.

2. Physikalische Filter

Passt der erkannte Bereich zum Verhalten echter Flammen? Das System prüft Größe, Seitenverhältnis und Texturvarianz. Flache, glatte helle Punkte wie eine Lampenlinse, ein Scheinwerfer oder ein Reflektor fallen raus. Echte Flammen sind unregelmäßig, und genau das verlangt das Modell.

3. Filter für Standlicht

Das System lernt Blendungen, die sich an derselben Stelle wiederholen. Eine feste Leuchte, eine blinkende LED oder eine Fläche, die die Sonne zu einer bestimmten Stunde trifft, wird nach und nach aus dem Alarmpfad genommen.

4. Prüfung auf Dauer und Ausbreitung

Echtes Feuer hat eine Signatur über die Zeit: Es flackert, die Fläche wächst, das Verhalten ist instabil. Ein einzelner Lichtblitz löst keinen Alarm aus. Das Ereignis muss über ein Zeitfenster bestehen bleiben, wachsen oder beides.

5. Tag- und Nachtmodus

Das System erkennt am Bild, wann eine Kamera auf Nachtsicht umgeschaltet hat und Schwarz-Weiß liefert. Nachts gelten andere Kriterien: Ist es ein heller weißer Fleck, ist die Textur zu flach, ist die Form zu regelmäßig? Deshalb werden Straßenlaternen und Scheinwerfer nicht als Feuer gelesen.

6. Visuelle Prüfung in zweiter Stufe

Ein Ereignis, das alle Filter passiert, durchläuft noch eine zweite visuelle Prüfung, bevor es zum Alarm wird. Der Bildausschnitt wird mit dem Normalzustand der Szene verglichen. Diese Stufe verhindert, dass das System ständig schreit.

7. Zonen- und Zeitregeln

Sie zeichnen den überwachten Bereich je Kamera ein und hängen Zeitbedingungen daran. Eine Schweißbucht lässt sich während der Schicht ausschließen und danach automatisch überwachen. Ein Herd in der Pausenküche bleibt ganz außen vor.

Warum so viele Filter? Weil der schlimmste Feind eines Brandalarms der Fehlalarm ist. Ein System, das mehrmals täglich grundlos losgeht, ist in der dritten Woche eine Meldung, die niemand mehr liest. Genau dafür gibt es die Filterkette von CamGuard AI.

Was passiert, wenn ein Alarm ausgelöst wird

  • Automatischer Anruf an Ihre Kontakte mit Ereignisart und Ort.
  • SMS mit einer kurzen Meldung, sofort.
  • E-Mail mit Bild, Kameraname, Ort und Zeitstempel.
  • Push-Nachricht an Portalnutzer.
  • Alarmgerät vor Ort gibt Sirenenton, blinkt rot und zeigt das Ereignis auf dem Display.

Gleichzeitig werden Ereignisvideo und Beweisbild archiviert, sodass Sie sie später im Portal prüfen und auswerten können.

Im Vergleich zum Rauchmelder

RauchmelderCamGuard AI
AuslöserRauch erreicht den Sensor physischEine Kamera sieht Flammen oder Rauch
FreiflächenPraktisch nutzlosFunktioniert
Hohe DeckenVerzögertOhne Verzögerung
OrtsangabeAuf ZonenebeneGenaue Stelle im Bild
BelegKeinerBild und Ereignisvideo
InstallationVerkabelung und SensormontageNutzt vorhandene Kameras
PrüfungKeineMehrstufige Filter plus visuelle Prüfung

Beide sind keine Konkurrenten. Behalten Sie die vom Brandschutz geforderte Meldertechnik und ergänzen Sie CamGuard AI als visuelle Frühwarnschicht.

Mit welchen Kameras es funktioniert

Mit jeder IP-Kamera, die ONVIF oder RTSP unterstützt, unabhängig vom Hersteller. Analoge Kameras werden über einen NVR oder DVR mit RTSP-Stream angebunden. Wärmebildkameras sind nicht nötig. Die Kamera braucht nur freie Sicht auf den Risikobereich und funktionierende Nachtsicht.

Häufige Fragen

Wie schnell ist kamerabasierte Branderkennung?

Erkennung und Prüfung sind meist innerhalb von Sekunden abgeschlossen, nachdem Flamme oder Rauch ins Bild kommen. Anders als beim Rauchmelder muss nichts erst zu einem Deckensensor aufsteigen.

Brauche ich Wärmebildkameras?

Nein. Standard-IP-Kameras mit Nachtsicht genügen. Das System erkennt, wann eine Kamera in den Schwarz-Weiß-Nachtmodus wechselt, und wendet nachtspezifische Filter an.

Lösen Schweißen, Abluft oder ein Herd Fehlalarme aus?

Für solche Quellen legen Sie Zonen- und Zeitregeln fest. Eine Schweißbucht lässt sich während der Schicht ausschließen und danach überwachen. Auch der Filter für Standlicht und die Prüfung auf Dauer entfernen wiederkehrende künstliche Quellen.

Funktioniert es draußen und in Hallen mit hohen Decken?

Ja, und genau dort ist kamerabasierte Erkennung am stärksten. Freiflächen, Hallen mit hohen Decken, Gewächshäuser und Lagerplätze, wo Rauchmelder spät oder gar nicht reagieren, lassen sich alle mit Videoanalyse abdecken.

Ihre Kameras können Feuer sehen

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